Ende




Schönes Buch, nicht nur für Biker!
google.de/books 2013

Ich musste mich in den Stil erstmal reinlesen, aber dann konnte ich auch nicht mehr aufhören.
Am Anfang werden die Vorbereitungen der Englandreise erzählt, und es ist spannend zu lesen, wie man so eine Reise angeht. Die Einkaufsszenen für die Reiseführer sind echt lustig.
Und als es dann ernst wird, über Holland und Calais, kann man den Reifen unterm Hintern förmlich spüren.
Das schlechte Wetter in England war wohl Programm - man muss seine Kleidung anscheinend nur richtig einsetzen. Wieder was gelernt. Die Schilderungen der Ausflüge in Cornwall mit den Steinkreisen haben mich total fasziniert. Und die Hilfsbereitschaft der Leute kam echt gut rüber.
Der Autor schreibt, dass das nicht unbedingt ein Reiseführer sei - ist es aber doch. Und das mit dem Regen ging dann ja auch bald vorüber.
In Gedanken habe ich die Seitentaschen bereits gepackt. Mal sehen, ob meine Frau mitkommt...

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Ein philosophischer Ansatz
Thalia.de, 01. April 2013
Eine Kundin / Ein Kunde aus Rottach-Egern

Sachlich ist dieses Buch ein exzellenter Reiseführer. Nonkonformistisch und nicht "der Klassiker" von Berlitz und der Gleichen.

...dieses Buch ist lecker, knusperig und nicht "schubladisierbar".

Und darum stelle ich mir die Frage, warum?

Die Frage nach "der Suche nach sich selbst" beantwortet Anders am Ende vielleicht unwissend zwischen den Zeilen.

Man fragt sich, was bewegt einen Exil-Berliner, Baujahr '59 in Hamburg lebend, zu diesem Abenteuer? Lust und Liebe seinen die Fittiche zu allen großen Taten.
MIdlifeCrisis? Tatendrang? Tapetenwechsel?

Es ist letztlich egal, denn in aller zärtlichen Detailverliebtheit ist der Leser Beifahrer. Wir sehen die englische Historie und lernen B&B's kennen. Und genau hier finden wir die Genialität dieses "Reiseführers".

Zwischen den Zeilen, da steht eine Sehnsucht - ein Antrieb. Um am Ende den Kreis zu schließen und zu merken, Weltgeist lässt sich erleben, aber die Liebsten findet man zu Hause und dort sehnt sich auch der Autor hin.

Stand er vielleicht anfänglich vor einer Reise, am Ende war es ein mutiger Urlaub für das gefundene ich.

Es motiviert zum nachfahren, nacherleben und nachmachen.
Es sind super Bilder und super Karten und durch den persönlichen Charme wird es auch beim nächsten Mal lesen nicht weniger unterhaltend. Versprochen.



Spannung und Meditation
Amazon.de, 18. Januar 2013
Von Irmine
Rezension bezieht sich auf: Südenglands Ende: Reiseerzählung (Broschiert)

Schönes Buch. Zuerst wirkt der originelle Stil etwas befremdlich, aber wenn man sich erst mal reingelesen hat, macht es richtig Spaß, dem Autor auf seinen Gedanken- und Reisewegen zu folgen. Eine wunderbare Vorbereitung für alle, die die alleine mit den Zweirad loswollen, und für alle Englandfahrer.



Ungewöhnliche Reisegeschichte
Amazon.de, 25. November 2012
Von Sabine Bonsels
Rezension bezieht sich auf: Südenglands Ende: Reiseerzählung (Broschiert)

Dieses Buch ist klasse – kurzweilig, einfallsreich, intelligent. Gewöhnungsbedürftig ist zunächst der Stil, der mit unbekannten Wortneuschöpfungen überrascht. Von Anfang an nimmt einen der Autor bereits bei der Planung und Fahrt zum eigentlichen Reiseziel, mit auf seine Tour. Dort angekommen erlebt man sowohl die touristisch erschlossenen Landschaften und Sehenswürdigkeiten Südenglands, als auch Gegenden abseits des Mainstreams. Besonders gefallen hat mir die „verirrte" Tour zu den „Merry Maidens" - und die Gedanken, was dieser Kreis aus 19 Steinen wohl zu bedeuten hatte.

Dass diese Gegend mehr ist, als Rosamunde Pilcher uns vermittelt, wird durch die in der Mitte und am Ende platzierten Bilder eindrucksvoll untermauert. In jedem Abschnitt wartet man gespannt darauf, welche Gedanken und Eindrücke dem Autor wohl an seinem nächsten Stop durch den Kopf gehen.

Eine ungewöhnliche Reisegeschichte, die einen neugierig werden lässt, wohin wohl die nächste Reise mit dem Mopped führt.



Traum zwischen zwei Rädern
Amazon.de, 11. Dezember 2012
Von funnyfeet
Rezension bezieht sich auf: Südenglands Ende: Reiseerzählung (Broschiert)

Ein Reisebericht einer anderen Art. Er weckt Sehnsucht als Motorradfahrer eine ähnliche Erfahrung machen zu wollen. Ein sehr schönes Buch, gut zu lesen, mit der Vorfreude auf das Nächste.



Eine Reise ins Ich
Amazon.de, 1. Dezember 2012
Von Vincent Zeylmans
Rezension bezieht sich auf: Südenglands Ende: Reiseerzählung (Broschiert)

Wie geht's einem der sich in der Lebensmitte entscheidet einmal ohne die Familie in den Urlaub zu fahren? Mit dem Motorrad. Zum Beispiel nach Südengland?

Bald stellen wir fest, Südengland ist überall! Denn die Fahrt auf dem "Mopped" führt zwar von Dover über Stonehenge nach Lands End - zuallererst beschreibt "Südenglands Ende" die Reise ins eigene Ich. Der Autor stellt sich die Frage: "Komme ich mit mir zurecht? Wer bin ich, wenn ich mit mir allein bin?"

Zunächst werden expressionistisch Orte wie Seaton beschrieben: "Rote Waden schlendern breitbeinig vor mir her. An ihren Seiten schieben Muskelmänner mit bunt gesticksten Armen Kinderwagen im Gespräch."

Oder Brighton: "Kinder kieksten. Hände hielten. Arme mit Tatoos klopften auf Schultern. Gespräche schallen Lachen ins vorbeiziehende Gesicht. Die Menschen scheinen nicht zu gehen, sie fließen umeinander. Sie schwärmen eng wie Fische ihrer Richtung entgegen, weichen anderen Schwärmen aus. Sie schwänzeln einen Bogen um Einzelschicksale."

Das Alleinsein führt nicht nur zu Beobachtungen, es öffnet auch Türen für Begegnungen, z.B mit dem Bauer der von seiner Aufgabe erzählt, "seine schwarze Kuh da oben zu retten oder zu sichern. Die sei nämlich schwanger und wolle ihr Kalb nicht kriegen." Es folgt eine Erläuterung die damit endet "dass die anderen Kühe braun sind, und sie selbst nicht wisse, dass sie schwarz sei, aber wohl weiß, dass sie ein schwarzes Kalb bekommen werde."

Aus der Verbindung zu Orten und Menschen beschreibt Laurids Anders zunehmend ein Hineinhorchen in sich selbst: "Wie schön, dass ich das hier gefunden habe", fühle ich mein zufriedenes Sein, das den Tag mit Wundern und Staunen in sich hinein ließ (Bed & Breakfast).

Lyrisch verbindet sich Realität mit der eigenen Gedankenwelt. Oder was ist eigentlich Realität? "Ist meine Fahrt nur Träumerei? Ja - denke ich - auf eine Weise ja."

Und vertiefend: "Dies ist die Welt, die niemals einen Anspruch haben kann, von allen Lebewesen, die sehen können, so betrachtet zu werden, wie sie ist."

"Wer ist aber eine Welt, wenn andere sie wahrnehmen und ich nicht wäre, nicht sähe, fühlte und bewertete? Teile ich mein Sein in einer Gemeinschaft allgemeinen Seins, oder ist mein Hier nur mir gegenwärtig?"

Da kann die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit nicht ausbleiben, wenn er seine Reiselektüre auf einem Friedhof liest: "Unmenschlichkeit und Tod. Ferne Schicksale, sicherlich erfunden - aber eigentlich egal. Jeder unter der Erde um mich rum hatte ein eigenes Verlangen. Ein eigenes Sein."

Um festzustellen: "Das Lesezeichen klemmt im Buch von Schicksalen, wenn der Tod vom Meer kommt. Von Hinterhältigkeiten, wenn der Tod vom Menschen kommt. Ich muss aufmerksam sein. Bisher starben immer nur die anderen. Nicht nur in dem Buch. Wer bin ich, hier in Rye?"

Laurids Anders beschreibt seinen Zustand: "Tage der Beobachtung und des Suchens. Der Einkehr und des Seins. Ich schicke mich in die Fremde und fand mich da. Meine Gegenwart begleitete mich."

Gestärkt durch 15 Tage England erzählt Anders nach seiner Rückkehr "vom Alleinsein, das schön sein kann. Ich habe mich auf dieser Reise mit mir nicht gelangweilt."

Ich beim Lesen genau so wenig. Auf 100 Seiten gibt Anders sein Debüt im Eigenverlag. Ein Experimentieren mit den Beobachtungen des Herzens in Verbindung mit der Beschreibung des Sichtbaren.

Nur die Spitze des Eisbergs von Anders Innenleben wird sichtbar. Er hat mit Sicherheit mehr zu erzählen! Mögen weitere gedankliche oder reale Touren als Aufhänger für die Darlegung seiner Einsichten folgen!
Lesermeinungen/ Rezensionen
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ISBN: 978-3-8482-2608-5
Laurids Anders
Südenglands Ende
116 Seiten
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Als Taschenbuch erhältlich für 9,90 €, oder als E-Book zum Preis von 5,49 €. Beide Ausgaben inkl. farbigen Autorenfotografien und einer Übersichtskarte Südenglands.
Das Buch ist über den Buchhandel oder Online verfügbar, z.B. über
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Laurids Anders : Südenglands Ende
Südendlands Ende